AVS - Anbindung Bankomatkasse (1.7.4)

AVS_Handbuch
AVS - Bankomatkasse Anbindung (PDF-Version)


1.  Allgemeines


Bankomatkassen können wie folgt an der Tara verwendet werden:


Offline-Betrieb


Die Bankomatkasse ist nicht mit dem Computer verbunden. Der Zahlungsvorgang am Bankomat-Terminal erfolgt bei allen Zahlungsarten, wie Bankomatkarte (Maestro), Quick und Kreditkarte komplett getrennt vom Kundenvorgang am Taraverkaufsplatz. Der Betrag und sonstige Daten müssen nach dem Kundenende in die Bankomatkasse eingetippt werden. Der Tagesabschluss für Maestro sowie der für die Kreditkarten wird direkt am Terminal durchgeführt. Für die Ausgabe der Kreditkartenbelege und der Protokolle beim Tagesab­schluss ist ein Protokolldrucker bei der Bankomatkasse zwingend notwendig.

In den Mandantenparametern im Folder Tara II muss die globale Bankomateinstellung 'Bankomatkasse vorhanden' deaktiviert sein. Beim Kundenende werden dann die Ge­schäftsfälle mit der ausgewählten, bargeldlosen Zahlungsart gekennzeichnet.


Online-Betrieb


Die Bankomatkasse ist mit dem Computer verbunden. Beim Kundenende am AVS-Ta­raplatz wird bei Bezahlung mit Bankomatkarte oder Quick eine Maestro-Zahlung gestartet, bei Kreditkarten dem entsprechend eine Kreditkarten-Zahlung. Dabei werden die erforder­lichen Daten an die Bankomatkasse übergeben. Nach erfolgter Autorisierung des Kunden wird die Transaktion automatisch durchgeführt und der AVS-Taraplatz erhält eine positive Rückmeldung mit dem gezahlten Betrag oder eine negative Meldung mit der Ursache für das Scheitern der Zahlung. Der Tagesabschluss für Maestro sowie der für die Kreditkar­ten wird im AVS-Programm gestartet, alle Belege werden am Bondrucker ausgegeben.

Für die Verwendung der Online-Bankomatfunktion bei Einsatz einer oder mehrerer Ban­komatkassen erfolgt der Verbindungsaufbau über Internet (empfohlen) oder ISDN-Leitung. Es wird kein Protokolldrucker benötigt. Die Terminals werden direkt an die Arbeitsplätze über die serielle Schnittstelle bzw. serielle Adapter oder an se­rielle Netports angeschlossen, damit sind auch Single-Terminals von allen Arbeitsstatio­nen erreichbar. Um die Online-Bankomatfunktionen einsetzen zu können, ist in den Mandantenpara­metern im Folder 'Tara II' die globale Einstellung 'Bankomatkasse vorhanden' zu aktivieren. Die Einstellung 'Master/Slave' wird seit der Umstellung auf die neue Terminalgeneration (Thales) ab 2011 nicht mehr verwendet und bleibt leer. Der automatische Ausdruck der Kontrollbons beim Abschluss von Maestro und Kreditkarten kann an dieser Stelle ausgeschaltet werden.
 

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Für Taraplätze, die auf Bankomatkassen zugreifen, ist in den Arbeitsplatzeinstellungen der Parameter 'vor­handen' im der Gruppe 'Bankomatkassa' zu aktivieren, die Baud-Rate ist an jene des Bankomat-Terminals anzupassen. Die Konfiguration der anderen Parameter wird im Folgenden beschrieben.


2.  Konfiguration mit einer Bankomatkasse


Anschluss an einen Arbeitsplatz


Das Bankomat-Terminal wird auf einem beliebigen Arbeitsplatz an eine serielle Schnitt­stelle angeschlossen. In den Arbeitsplatzparametern werden COM-Port sowie Abschluss-IDs angegeben. Dieses System hat den Nachteil, dass andere Taraplätze nicht auf die Bankomatkasse zugreifen können. Ein Geschäftsfall kann jedoch mit der Zusatzfunktion [Transfer Geschäftsfall] zur Bankomattara übertragen und dort abgeschlossen werden.
 

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Anschluss an einen Netport

Das Terminal wird mit einem seriellen Netport verbunden. Dieser Port ist mittels Patchka­Splätze auf eine virtuelle Schnittstelle (abhängig vom Arbeitsplatz z.B. COM3 oder COM4) im Netzwerk zugreifen können.
 

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Die Nummer dieses individuellen, virtuellen COM-Ports wird bei jedem Taraplatz in den Arbeitsplatzparametern eingetragen. Auf jedem Arbeitsplatz ist die gleiche Abschluss-ID für Maestro und Kreditkarten einzutragen. Das ist notwendig, um beim Ta­gesabschluss die richtige Kontrollsumme für alle Bankomat- bzw. KK-Umsätze errechnen zu können. Der Abschluss kann dabei auf einem beliebigen Arbeitsplatz durchgeführt werden.

Eine Unterscheidung zwischen Einzel-, Slave- und Masterkassen gibt es seit der Umstellung auf die neue Terminalgeneration (Thales) ab 2011 nicht mehr, es wird in jedem Fall die Option 'Einzel' gewählt.
 

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3.  Konfiguration mit mehreren Bankomatkassen


Anschluss an die Arbeitsplätze


Die Bankomatkassen werden direkt an den Arbeitsplätzen seriell angeschlossen. In den jeweiligen Arbeitsplatzparametern muss für das eigene Terminal eine eindeutige ID für Maestro und Kreditkarte eingestellt werden. In dieser Variante muss jeder Taraplatz für seine Bankomatkasse einen Abschluss für Maestro und Kreditkarte durchführen.
 

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Anschluss an Netports


Die Bankomat-Terminals werden mit seriellen Netports verbunden. Diese Ports sind mit­tels Patchkabel an Netzwerkdosen angeschlossen und werden so konfiguriert, dass jeder Port eine eigene serielle Schnittstelle zur Verfügung stellt. Diese wird den einzelnen Ta­raplätzen als individueller, virtueller COM-Port (abhängig vom Arbeitsplatz z.B. COM3 oder COM4) zugewiesen, wobei der eine Teil der Taraplätze über die jeweilige Schnitt­stelle auf den Netport1, die weiteren Arbeitsplätze auf den Netport2 zugreifen.
 

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Bei dieser Konfiguration ist es wichtig, dass bei den Parametern der einzelnen Arbeitstati­onen jeweils die Abschluss-ID Maestro und Kreditkarte erfasst wird. Diese ist für alle Arbeitsplätze, die auf das gleiche Terminal zugreifen, identisch. Die Angabe dieser Abschlussgruppen ist deshalb notwendig, da bei einem Abschluss Maestro neben der Tagesendesumme des Terminals (TES) auch die vom AVS gespeicherten Bankomat­beträge (T-K) summiert werden und dabei nur jene für genau diese Bankomatkasse bzw. Abschlussgruppe berücksichtigt werden dürfen. Dann stimmen die Summen TES und T-K auf dem Kontrollbon beim Tagesabschluss Maestro überein. Auch die Kontrollsummen für die Kreditkartenumsätze werden auf diese Weise ermittelt.

Die Konfiguration könnte dann beispielsweise so aussehen: Tara1 und Tara2 greifen über ihre individuellen, virtuellen Schnittstellen auf die Bankomatkasse am Netport1 zu, die an­deren beiden auf das Terminal, das am Netport2 angeschlossen ist.
 

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In den Arbeitsplatzparametern werden dem entsprechend für Tara1 und Tara2 die Abschluss-IDs für Bankomat und Kreditkarte auf '1' eingestellt, bei den anderen Arbeitsplätzen auf '2'.

Der Tagesabschluss für Maestro und Kreditkarte muss für beide Bankomatkassen extra durchgeführt werden. Für das Terminal am Netport1 von Tara1 oder Tara2, für die andere Bankomatkasse von Tara3 oder Tara4.


Anschluss an Arbeitsplätze und Netports


Mehrere Terminals können in einem System sowohl an einzelnen Arbeitsstationen als auch an Netports angeschlossen sein. Generell ist wichtig, dass bei allen Arbeitsplätzen, die gemeinsam ein Terminal benützen, die Abschluss-IDs für Maestro und Kreditkarte übereinstimmen. Auch in diesem Fall wird entweder die jeweilige virtuelle Schnittstelle eingetragen, wie im folgenden Beispiel bei Tara 1-4, oder die lokale serielle Schnittstelle bei Tara 5.
 

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Gemeinsame Verwendung von Online- und Offline-Terminals


In einer Konfiguration mit mehreren Bankomatkassen besteht die Möglichkeit, einzelne Terminals im Offline-Modus zu verwenden. Das kann dann notwendig sein, wenn beispielsweise ein portables Terminal im Nachtdienst zum Einsatz kommt. Um einen Arbeitsplatz für diese Kasse zu reservieren, muss dessen Arbeitsplatzeinstellung 'Bankomatkassa vorhanden' deaktiviert werden. Es wird dadurch beim Abschluss eines Geschäftsfalls für Maestro oder Kreditkarte keine Kommunikation mit einem Endgerät ausgelöst. Derart eingestellte Arbeitsplätze können nur mehr offline verwendet werden, grundsätzlich kann jedoch jeder Online-Arbeitsplatz über die Zusatzfunktion [Maestro offline] temporär ohne Verbindung zu einem Terminal eingesetzt werden. Im folgenden Fall ist der Taraplatz 5 für das Offline-Terminal reserviert.
 

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