AVS - Bearbeitung e-Rezept – Optimierung III (1.7.9/359-385))
1. Allgemeines
Weitere Anpassungen zur Optimierung der Bearbeitung von e-Rezepten, Blankoformularen und Wahlarztrezepten
- Rezeptliste: neuer Schalter 'nur offene Rezepte'
- zu bearbeitende e-Rezepte: Einschränkung auf offene Abholer mit kurzer Restgültigkeit
- neue Mandanteneinstellungen für e-Rezept
- Suchen/Nachbearbeiten Rezept: Erfassung Anmerkung für Abrechnung auch mittels [Shift+F8]
- Tara - Zuordnungsfenster Austausch/Leerabgabe: Erfassung Anmerkung für Abrechnung
- Tara - Zusatzfunktionen: Umbuchung Privatposition auf e-Rezept
- Suchen Rezept: Anpassungen bezüglich laufender Nummer
- Anpassungen Eingabefenster für Anspruchsprüfung (Blankoformulare und Wahlarztrezepte)
- Anspruchsprüfung Wiederholung (Blankoformulare und Wahlarztrezepte)
- Verordnungsfenster: erweiterte Informationen über Patient und Arzt
- Vereinheitlichung Patientendatenanzeige
Ergänzende Informationen vom Dachverband der Sozialversicherungsträger finden Sie als Tipps für Apotheken zu e-Rezept und e-Medikation sowie unter www.chipkarte.at.
2. Rezeptliste: neuer Schalter 'nur offene Rezepte'
Ein Wechsel der Anzeige zwischen offenen/nicht offenen Rezepten in der Rezeptliste wird durch eine entsprechende Checkbox ermöglicht.
3. Zu bearbeitende e-Rezepte: Einschränkung auf offene Abholer mit kurzer Restgültigkeit
e-Rezepte sind 1 Monat ab Ausstellungsdatum gültig, durch die Erstellung eines Abholers verlängert sich die Gültigkeit auf 3 Monate, d.h. die elektronische Einlösung von Abholern muss innerhalb von 3 Monaten ab Ausstellungsdatum erfolgen (auch dann, wenn der Abholer vom Patienten gar nicht abgeholt und daher eine Einlösung ohne Abgabe durchgeführt wird).
Wird ein Abholer mehr als 3 Monate nach dem Ausstellungsdatum eingelöst, erscheint beim Speichern der Abgaben eine Fehlermeldung 'Das e-Rezept ist nicht mehr gültig. (ZS-3100030)'. Betroffene Rezepte müssen für die Abrechnung in Papierrezepte umgewandelt werden.
Um das zu vermeiden, können über den Menüpunkt 'Zu bearbeitende e-Rezepte' jene Rezepte mit offenen Abholern ermittelt werden, bei denen die Gültigkeit in weniger als <n> (Voreinstellung 15) Tagen abläuft.
Bei Aktivierung von 'nur offene Abholer mit Restgültigkeit <n> Tage' werden automatisch alle anderen Optionen deaktiviert.
Bei selektierten Rezepten wird neben dem Abholer angezeigt, bis zu welchem Datum der Abholer elektronisch eingelöst werden kann. Bei Verwendung des vorgeschlagenen Zeitraums von 15 Tagen wird empfohlen, die Auswertung wöchentlich durchzuführen. Damit hat man bei (noch) gültigen e-Rezepten mindestens 1 Woche Zeit, die erforderliche Einlösung durchzuführen.
Auf den Listen 'nicht abgerechnete e-Rezepte' bzw. 'zu bearbeitende e-Rezepte' wird die Information 'einzulösen bis tt.mm.jjjj' bei Abholerpositionen gedruckt.
4. Neue Mandanteneinstellungen für e-Rezept
Im Kartereiter 'Tara IV', Gruppe 'e-Rezept / e-Medikation' wurden 3 neue Einstellungen hinzugefügt:
- Verordnungsdaten-Fenster bei Einlesen/Übernahme e-Rezept automatisch anzeigen (Voreinstellung 'nicht aktiviert'): Bei aktivierter Einstellung wird nach dem Scannen des 2D-Codes eines e-Rezepts bzw. nach der Übernahme eines e-Rezepts aus der Rezeptliste automatisch das Fenster 'Verordnungen e-Rezept' geöffnet.
- Ergebnis Anspruchsprüfung automatisch drucken (Voreinstellung 'nicht aktiviert'): Mit Aktivierung der entsprechenden Einstellung kann für Wahlarztrezepte und/oder Blankorezepte festgelegt werden, dass das Ergebnis der durchgeführten Anspruchsprüfung automatisch ausgedruckt wird. Bitte beachten Sie, dass die bereits mit dem Update 1.7.9/349 angekündigte geänderte Erfassung von Wahlarztrezepten (inkl. Anspruchsprüfung) erst in den nächsten Wochen schrittweise für alle Apotheken freigeschaltet wird.
Zusätzlich wurde im Fenster 'Ersatzrezepte' die neue Einstellung 'auf Papierrezept umgewandeltes e-Rezept automatisch auf A4 drucken' hinzugefügt. Durch Aktivierung dieser Option können e-Rezepte, für die bei der Abrechnung ein Papierbeleg erforderlich ist, unabhängig von der Druckereinstellung für Ersatzrezepte immer zum Rechnungsdrucker umgeleitet werden.
5. Suchen/Nachbearbeiten Rezept: Erfassung Anmerkung für Abrechnung mittels [Shift+F8]
Analog zur entsprechenden Funktionalität an der Tara kann man nun auch unter Suchen bzw. Nachbearbeiten Rezept sowie bei der Anzeige von Rezept-Detaildaten eine Zusatzinformation für die Abrechnung mittels [Shift+F8] erfassen.
Wie beim Klick auf die […]-Schaltfläche neben der eREZ-ID wird das Fenster 'e-Rezept - Zusatzinformationen für ER [eRez-ID]' geöffnet, sofort aber auch der Dialog 'Zusatzinformationen für Abrechnung / Rezept markieren', ein Klick auf die [Daten ändern]-Schaltfläche ist nicht notwendig.
Für die Abrechnungsinfo können mittels Button [...] (Zusatztexte) beliebige Textbausteine neu angelegt bzw. abgerufen werden.
Bei bereits abgerechneten e-Rezepten öffnet [Shift+F8] lediglich das Fester e-Rezept - Zusatzinformationen für <eREZ-ID>', eine Bearbeitung der Zusatzinformationen ist nicht möglich.
6. Tara - Zuordnungsfenster Austausch/Leerabgabe: Erfassung Anmerkung für Abrechnung
Bei der Erfassung von e-Rezepten an der Tara wurde in den Zuordnungsfenstern die neue Schaltfläche [Anmerk.] implementiert. Damit ist es sofort möglich, bei Bedarf einen Austausch oder eine Abgabe ohne Verordnungsbezug zu dokumentieren, diese Anmerkung wird bei der Abrechnung an die jeweilige Kasse übermittelt.
Auch beim Hinweis auf eine Leerabgabe im Zuge des Geschäftsfallabschlusses ist die Erfassung einer Zusatzinformation für die Abrechnung möglich.
Da die Zusatzinformation nicht artikelbezogen gespeichert werden kann, werden die einzelnen Anmerkungen mit der jeweiligen Verordnungsposition gekennzeichnet - bei Abgaben ohne Verordnungsbezug ist VO-ID 0 hinterlegt.
7. Tara - Zusatzfunktionen: Umbuchung Privatposition auf e-Rezept
Eine Privatposition kann auf ein e-Rezept verschoben werden, wenn in der Verordnung die gleiche PZN vorhanden ist. Das ist vor allem für jene Positionen hilfreich, die im Zuge einer Kundenreservierung bereits samt Serialisierungsdaten als Privatartikel erfasst wurden.
8. Suchen Rezepte: Anpassungen bezüglich laufender Nummer
In der Abrechnungsdatei müssen e-Rezepte ganz am Ende übermittelt werden. Aus diesem Grund werden e-Rezepte vor der Abrechnung den fiktiven Versichertengruppen 40, 41 und 42 zugeordnet und in der Folge in den Gruppen 00, 12 und 15 mit entsprechend höherer laufender Nummer abgerechnet.
Kommt es bei der Abrechnung zu einem Fehler, wird von der Gehaltskasse im Fehlerprotokoll die laufende Nummer innerhalb der Abrechnungsgruppe 00 angegeben (leider fehlt die eREZ-ID in den Fehlerprotokollen).
Zwecks Erleichterung bei der Suche betroffener Rezepte im AVS wurden folgende Maßnahmen umgesetzt:
a) zusätzliche Darstellung von VG und lfd. Nr. für die Abrechnung in der Trefferliste
b) Suche nach VG/lfd. Nr. auch in den beiden Spalten für die Abrechnung
z.B. Suche nach VG 00 und lfd. Nr. 27 findet das in VG 40 mit lfd. Nr. 6 gespeicherte e-Rezept
c) Anzeige von VG und lfd. Nr. für die Abrechnung rechts neben den Positionen
9. Anpassungen Eingabefenster für Anspruchsprüfung
Blankoformulare und Wahlarztrezepte
Bei der Erfassung von entsprechenden Rezepten an der Tara muss vor der Durchführung einer Anspruchsprüfung die SV-Nummer engegeben werden. Die diesbezüglichen Eingabemöglichkeiten wurden an jene bei Papierrezepten angepasst. Konkret stehen nun zusätzlich folgende Funktionen zur Verfügung::
- Suche nach Namen
- Schaltfläche für Suche SV-Nummer
- Schaltfläche für Zuordnung der zuletzt angegebenen SV-Nummer
- Schaltfläche für Übernahme der SV-Nummer von einer gesteckten e-card
Bei der Erfassung von Wahlarztrezepten erscheint dieses Fenster nur dann, wenn die entsprechende Funktionalität für die jeweilige Apotheke bereits freigeschaltet wurde. Dieses Feature befindet sich aktuell noch in der Testphase und wird in den nächsten Wochen schrittweise an die Apotheken ausgerollt.
Nach der Freischaltung sieht die Erfassung von Wahlarztrezepten, welche von der Apotheke in ein Kassenrezept umgewandelt werden können, wie folgt aus:
- selbst ausgedruckte Rezeptnummer aufkleben (wie bisher) und scannen →
es wird ein Fenster für die Eingabe von SV-Nummer und Ausstellungsdatum geöffnet (ähnlich wie bei Blanko-e-Rezepten ohne Patientenbezug)
- SV-Nr. sowie Ausstellungsdatum eingeben bzw. auswählen und mit Klick auf die Übernehmen-Schaltfläche eine Anspruchsprüfung durchführen (wie bei Blanko-e-Rezepten)
- mit Klick auf die Drucken-Schaltfläche das Ergebnis ausdrucken und zum Papierrezept heften (wie bisher das VDAS-Ergebnis; über eine neue Mandanteneinstellung kann der Ausdruck automatisch erfolgen, siehe neue Parameter für e-Rezept)
- die Abgaben erfassen und den Geschäftsfall speichern (wie bisher) →
die Anzahl der Rezeptgebühren wird automatisch an e-Rezept gemeldet (für eine tagesaktuelle Ermittlung der Rezeptgebührenobergrenze); retourniert wird ein XML mit einer REGO-ID (REGO = Rezeptgebührenobergrenze), welche im AVS gespeichert wird
Bei der Rezeptabrechnung wird bei betroffenen Rezepten auch die REGO-ID übermittelt. Die XMLs werden – analog zu den XMLs für e-Rezepte – gesammelt in 1 Datei pro Krankenkasse übertragen.
Werden selbst ausgedruckte Rezeptnummern für Rezepte von Kassenärzten bzw. für Versicherte aus Fremdstaaten oder für Versicherte ohne SV-Nr. verwendet, kann man durch Klick auf die Schaltfläche [kein Wahlarztrezept oder Fremdstaaten oder keine SV-Nr.] die Erfassung eines Papierrezeptes ohne Anspruchsprüfung und ohne Melden der RG-Anzahl an e-Rezept durchführen.
Ab Q3/2023 besteht die Möglichekeit, Rezepte für Versicherte aus Fremdstaaten als vollständiges e-Rezept abzurechnen, eine Behandlung als Papierrezept ist nicht mehr notwendig.
10. Anspruchsprüfung Wiederholung
Blankoformulare und Wahlarztrezepte
Befindet man sich im Geschäftsfall auf einem solchen Rezept, kann die Anspruchsprüfung mittels [Alt+M] erneut durchgeführt werden. Die bei der Prüfung zuvor erfassten Daten für SV-Nr. und Ausstellungsdatum werden dabei vorgeladen und der bereits ermittelte Krankenversicherungsträger (KVT) angezeigt.
Die zusätzliche Schaltfläche [Arzt/Gültigkeit] steht nur bei Blankoformularen zur Verfügung und ermöglicht die Darstellung der im e-Rezept-System gespeicherten Daten des Verordners.
11. Verordnungsfenster: erweiterte Informationen über Patient und Arzt
Mittels der neuen Schaltfläche in der Zeile 'Patient' wird das gleichnamige Infofenster aufgerufen, das zusätzlich zur SVNr. und dem Ergebnis der Anspruchsprüfung die Adresse sowie das Alter anzeigt. Im Fenster für die Anzeige der Arztinfo wird nun auch das Fachgebiet angezeigt.
12. Vereinheitlichung Patientendatenanzeige
An allen Stellen, an denen Daten von der e-card oder aus dem e-card-System abgerufen werden, erfolgt die Anzeige der Patientendaten in einheitlicher Form:
<anrede> <titel_vorne> <vorname> <ZUNAME> <, titel_hinten>
Die Anrede wird dabei aus dem Geschlecht wie folgt generiert:
| o männlich | Herr |
| o weiblich | Frau |
| o offen | (offen) |
| o divers | (divers) |
| o unspezifisch | (unspezifisch) |