AVS - Bearbeitung e-Rezept – Optimierung I (1.7.9/339)

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AVS - Bearbeitung e-Rezept – Optimierungen I (PDF-Version)


1.    Allgemeines


Zur Optimierung der Bearbeitung von e-Rezepten wurden aufgrund der laufenden Erfahrungen - vor allem auch mit Sonderfällen - eine Reihe von Programmerweiterungen implementiert: 

  • e-Rezept-Blankoformulare ohne Patientenbezug – Anspruchsprüfung und Speichern der Einlösung
  • neuer Menüpunkt 'Zu bearbeitende e-Rezepte' (eigener Leitfaden)
  • Überarbeitung/Erweiterung Listen nicht abgerechnete e-Rezepte/Rezepte
  • e-Rezept mit Mittel zur Applikation ohne Verordnungsbezug – optional Umwandlung auf Papierrezept
  • e-Rezept enthält selbst angelegte(n) Artikel – optional Umwandlung auf Papierrezept
  • Aufruf Rezeptliste – alternative Variante 'Warte auf e-card …'
  • e-Rezept – neues Hinweisfenster 'zusätzliche Informationen/Anmerkungen'
  • e-Rezept – Hinweis bei Erstellung Kundenreservierung bzw. Entfernung e-Rezept nach Fehlermeldung beim Einlesen einer Reservierung
  • Kranken-/Unfallfürsorgen OÖ – Umwandlung von e-Rezepten auf Papierrezept nicht mehr erforderlich
  • Betriebsdaten – neue Schaltfläche [Austausch Kartenleser]
     

2.   e-Rezept-Blankoformulare ohne Patientenbezug


Bisher wurde Blankoformulare ohne Patientenbezug wie 'normale' Papierrezepte erfasst und abgerechnet. Ab Version 1.7.9/339 wird nach dem Scannen des am Blankoformular angebrachten 2D-Codes eine neue Eingabemaske geöffnet.
 

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Versicherungsnummer und Ausstellungsdatum müssen eingegeben werden, für Letzteres stehen 2 Schaltflächen mit dem aktuellen und dem Vortag zur Verfügung. Die Angabe des Krankenversicherungsträgers ist nur bei Versicherten aus Fremdstaaten oder bei Mehrfachversicherungen erforderlich. Nach dem Speichern des Geschäftsfalls wird das Blankformular mit Bekanntgabe der Anzahl der verrechneten Rezeptgebühren auch elektronisch eingelöst.
 

3.   Neuer Menüpunkt 'Zu bearbeitende e-Rezepte'


Zentrale Möglichkeit zur Bearbeitung von e-Rezepten, die aufgrund folgender Ursachen nicht automatisch abgerechnet werden können:

  • e-Rezept wurde automatisch oder manuell auf ein Papierrezept umgewandelt (Bearbeitung und manuelle Zuweisung des Papierbeleges zu einer Krankenkasse ist erforderlich)
  • Speichern gescheitert (Einlösung wiederholen)
  • XML fehlt oder abweichend (Korrektur mittels 'e-Rezept - Abgaben prüfen')
  • Platzhalter Mag. Zub. ('Taxierung Platzhalter auf e-Rezept' ist erforderlich)
  • offene(r) Abholer (diese müssen im Tarafenster eingelöst werden)
  • ungültige Position(en), konkret negative Menge, Taxbetrag <= 0, Umsatzsteuer 13%, magistrale Zubereitung ohne Rezeptur (Umwandlung auf Papierrezept ist erforderlich)

Zu den Details der Bearbeitung wurde ein eigener Leitfaden 'Zu bearbeitende e-Rezepte' erstellt.
 

4.   Überarbeitung/Erweiterung Listen nicht abgerechnete e-Rezepte/Rezepte


Die Kontrollkästchen im Bereich 'Auswahlkriterien' wurden zum Teil anders platziert bzw. gruppiert. Kriterien im Bereich 'Anzeige einschränken auf' werden nicht mehr mit UND, sondern mit ODER verknüpft.
 

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Wenn man z.B. 'offene Abholer' und 'Platzhalter' aktiviert, werden sowohl e-Rezepte angezeigt, welche offene Abholer enthalten, als auch solche mit Platzhaltern.

Bei der Liste der nicht abgerechneten Rezepte wurden 2 neue Auswahlkriterien hinzugefügt:

  • Rezepte mit offenen Abholern ausschließen
  • Rezepte für Covid-19-Tests ohne zuordenbares VDAS-Ergebnis ausschließen
     
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Da der Umfang der Covid-19-Tests (inkl. Ausdrucke Impfzertifikate) deutlich abgenommen hat, wurden die entsprechenden Auswahlkriterien in den Zusatzdialog verschoben (ebenso das Kontrollkästchen für 'abgelaufene Rezepte berücksichtigen').
 

5.   e-Rezept mit Mittel zur Applikation ohne Verordnungsbezug


Bisher wurden Mittel zur Applikation ohne Verordnungsbezug ohne Rückfrage akzeptiert und betroffene e-Rezepte wurden generell nicht auf Papierrezepte umgewandelt.

Grundsätzlich sollten Mittel zur Applikation vom Arzt als eigene Verordnung hinterlegt werden. In der Praxis ist jedoch zu beobachten, dass in vielen Fällen keine eigene Verordnung vorhanden ist, sondern lediglich eine entsprechende Anmerkung/Zusatzinfo bei der zugrundeliegenden Verordnung hinzugefügt wird. Ab der Version 1.7.9/339 erscheint daher bei Mitteln zur Applikation ohne Verordnungsbezug beim Kundenende eine Frage.
 

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Beantworten Sie diese Frage nur dann mit [Ja], wenn das betroffene Mittel zur Applikation in den elektronischen Verordnungsdaten gar nicht enthalten ist.
 

6.   e-Rezept enthält selbst angelegte(n) Artikel


Ist ein Artikel mit Warenverzeichnis ‘E‘ auf dem e-Rezept vorhanden, wird die optionale Umwandlung auf ein Papierrezept angeboten.
 

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Die Frage kommt nicht, wenn es sich bei dieser Position um eine der folgenden Positionen handelt:

  • Magistrale Zubereitung
  • Mittel zur Applikation (Rezeptzeichen 'A')
  • Nachttaxen (9999956, 9999962, 9999978)
  • Zusatzvergütung Psychotrope Substanzen (9023758)
  • Zusatzvergütung SG-Dauerverordnungen (9015428)
     

7.   Aufruf Rezeptliste – alternative Variante


Die neuen Kartenlesegeräte (GINO) können e-cards auch kontaktlos lesen. Dazu wird die Karte entweder auf der dafür vorgesehenen kleinen Ablage platziert oder in den Bereich vor dieser Ablage gehalten. Insbesondere bei der zweiten Variante ist es für den Anwender schwierig, zum richtigen Zeitpunkt die Schaltfläche [Rezeptliste] zu betätigen.

Ab Version 1.7.9/339 ist es daher auch möglich, zuerst die Schaltfläche zu betätigen und dann den Kunden aufzufordern, die Karte zu stecken bzw. in den NFV-Bereich zu halten. Unmittelbar nach Betätigung von [Rezeptliste] erscheint ein Fenster mit einem Countdown (beginnend mit 20 Sekunden).
 

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Eine während des Countdowns gesteckte bzw. im NFC-Bereich platzierte Karte wird automatisch erkannt und die Rezeptliste angezeigt.
 

8.   e-Rezept – neues Hinweisfenster 'zusätzliche Informationen/Anmerkungen'


Bei bestimmten Kennzeichen bzw. zusätzlichen Anmerkungen des Arztes wird unmittelbar nach dem Hinzufügen einer unbestätigten Position automatisch ein Hinweisfenster geöffnet, z.B.:
 

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Betroffen sind folgende Kennzeichen bzw. Zusatzinformationen:

  • sine confectione/sine informatione
  • M.I.R.
  • Erste Hilfe, exp. Noct., per. vit.
  • Unfall
  • Notwendige Verordnung von psychotropen Stoffen
  • Auseinzelung des Tagesbedarfs
  • Zusatzinformationen (mehrzeiliges Textfeld 'Anmerkungen')

Das Textfeld 'Anmerkungen' kann in den Mandanteneinstellungen als Auslöser für die Anzeige des Hinweisfensters deaktiviert werden.

Nicht enthalten im Hinweisfenster sind:

  • D: (Dosierung)
  • AE: (alternative Einnahmehinweise)
     

9.   e-Rezept – Kundenreservierungen


Beim Erstellen von Kundenreservierungen, welche auch e-Rezepte enthalten, wird ein Hinweis angezeigt.
 

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Dieser Hinweis kann in den Mandanteneinstellungen deaktiviert werden. In Zentralkassenumgebungen wird der Hinweis generell nicht angezeigt.

Beim Einlösen von Kundenreservierungen bzw. offenen Abgaben werden bei e-Rezepten die Verordnungsdaten angefordert. Kommt es dabei zu einem Fehler, wird nach Bestätigung der jeweiligen Fehlermeldung ein Hinweis angezeigt, dass das betroffene Rezept nicht übernommen werden kann. Nach Abschluss aller Prüfungen werden e-Rezepte ohne gültige Verordnungsdaten aus dem Geschäftsfall entfernt und abschließend eine Meldung mit allen betroffenen Rezepten angezeigt.
 

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In Zentralkassenumgebungen wir die oben beschriebene Vorgehensweise nicht angewendet, weil das Speichern von Abgaben in e-Rezept/ELGA bereits beim Erstellen einer Kundenreservierung/offenen Abgabe erfolgt.
 

10. Kranken-/Unfallfürsorgen OÖ – Abrechnung von e-Rezepten


Ab Version 1.7.9/339 können e-Rezepte für Versicherte der OÖ Kranken- und Unfallfürsorgen elektronisch abgerechnet werden, eine Umwandlung auf Papierrezepte ist nicht mehr erforderlich (bzw. nur mehr dann, wenn einer der für alle Krankenkassen geltenden Gründe vorliegt).

e-Rezepte, welche vor dem Update erfasst und daher bereits auf Papierrezept umgewandelt wurden, müssen unverändert mittels Scannen des Papierbeleges der jeweiligen Krankenkasse zugeordnet werden.

Für MKF, KFA Steyr und KFA Wels ist bei der Abrechnung eine Rezeptliste beizulegen, diese wird beim Monatsabschluss automatisch ausgedruckt.
 

11.  Betriebsdaten – neue Schaltfläche und gleichnamiges Fenster [Austausch Kartenleser]


Alle alten LACCRs werden in den nächsten Wochen und Monaten durch neue GINOs ersetzt. Um die damit verbundene zwingende Anpassung der Arbeitsplatzeinstellungen aller betroffenen Arbeitsplätze zu erleichtern, wurde bei den Betriebsdaten die Schaltfläche [Austausch Kartenleser] im Fenster 'verfügbare Kartenleser' implementiert - Aufruf unter Folder 'Zugangsdaten II', Gruppe 'e-card-Services', Schaltfläche [Kartenleser anzeigen].
 

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Oben wird ein alter LANCCR ausgewählt und unten der neue GINO. Nach Klick auf die Übernehmen-Schaltfläche wird die Einstellung aller betroffenen Arbeitsplätze entsprechend aktualisiert. Dieser Vorgang wird mehrfach hintereinander für alle ausgetauschten Kartenleser durchgeführt, ein Neustart des AVS aktiviert die neuen Zuordnungen.